Demoaufruf Frankfurt (2012)

Per Verbotsverfügung des Ordnungamtes untersagt! (PDF)

Tanzen am Karfreitag? Fehlanzeige!

Ort: Opernplatz Frankfurt
Datum: Karfreitag, den 06.04.2012
Uhrzeit: 18:30 Uhr (Dauer: etwa 3 Stunden)

Facebook-Eventhttps://www.facebook.com/events/307342065998247/

Am kommenden Freitag gilt – wie seit wenigen Jahren: Keine Musik in allen Clubs, Bars und Diskotheken in Frankfurt. Dies verbietet das hessische Feiertagsgesetz aus dem Jahr 1971, welches ein striktes Tanzverbot am Karfreitag und weiteren Feiertagen eingeführt hat. Verboten sind unter anderem öffentliche Tanzveranstaltungen, öffentliche Veranstaltungen unter freiem Himmel, sowie Aufzüge und Umzüge aller Art, sofern sie nicht den, diesen Feiertagen entsprechenden, ernsten Charakter tragen.

Bislang wurde das Gesetz in hessischen Städten wie Frankfurt oder Gießen nicht oder nur mit wenig Nachdruck angewendet. Erst in den letzten Jahren wird von vielen Seiten auf eine strengere Einhaltung gedrängt, weil Hessen für ein christlich geprägtes Abendland gehalten und das Zeitalter der Aufklärung ausblendet wird.

Bei Nichteinhaltung droht den Kneipen- und Diskothekenbesitzern ein Bußgeld von bis zu 50.000€.

Aus diesem Grund rufen wir zum überparteilichen Protest gegen dieses veraltete, nicht mehr zeitgemäße Gesetz auf und fordern euch hiermit zum Tanzen als Ausdruck des politischen Protests gegen das Tanzverbot auf.

Unter dem Motto „Kommet und tanzet zu Hauf“ treffen wir uns am Karfreitag, den 06.04.2012, um 18:30 Uhr auf dem Opernplatz und werden mit Wortbeiträgen und viel Musik gegen dieses Gesetz protestieren.

Bringt eure Freunde und Bekannte mit und lasst uns versuchen dieses Gesetz „wegzutanzen“. Wir freuen uns auf euch!

 

5 Gedanken zu „Demoaufruf Frankfurt (2012)

  1. Die Begründung für das Verbot ist ja wohl der Hammer. Die beziehen sich doch tatsächlich auf die angebliche Kreuzigung einer Märchenfigur vor 2000 Jahren. Der Charakter des Karfreitags sei „ernst und traurig“. Hallo? Aber nur für die Wahnkranken, die diesen Mist tatsächlich ernst nehmen. Hier wird der totalitäre Charakter des christlichen Schwachsinnskultes und sein Einfluss auf Gesellschaft und Politik offenbar. Zeit, dagegen anzugehen. Religion ist Privatsache!

  2. Habt Ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank, Euch Dümmlingen hat man wohl das Spatzenhirn amputiert. Wir stehen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein im Wahlkampf, da gilt es auch auf dem flachen Land, zum Beispiel im katholischen Westfalen und im evangelischen Schleswig-Holstein zu punkten. Vor Jahrzehnten ist einmal die FDP wegen einer ebenso saudummen Äußerung ihres jungliberalen Vorsitzenden im NRW-Wahlkampf („Maria, hätt’st Du abgetrieben, der Paps wär‘ uns erspart geblieben!) um rund 1000 Stimmen gescheitert. Und jetzt baut Ihr die gleiche Scheiße. Das ist unsolidarisch und parteischädigend, was Ihr in Piratenmanier verdient, ist das Tau-Ende auf den blanken (_|_), aber mit Schmackes! Ein wütender engagierter christlicher Pirat aus dem Rheinland.

  3. Schon arg frech, was ihr abzieht. Beim Tanzverbot an EINEM Tag im Jahr so einen Aufstand zu machen…meine Güte. Die Mehrheit der Deutschen hat einen christlichen Hintergrund und es ist schlicht ein Ausdruck des Respekts, dem wichtigsten Ereignis im christlichen Glauben nicht durch deratigen Blödsinn zu begegnen. Vergleichbar mit dem heftigen Tritt in den Arsch und das gehört sich absolut nicht. Zu Recht wurde es untersagt!

  4. Wäre der Christentumskritiker bereit auf die christlichen Feiertage (und Freizeiten, auch für Nicht-Christen) zu verzichten? Warum ist es so schwer an einem Tag des Jahres Toleranz mit den Christen im Land zu zeigen und – wenn man nicht an Gott glaubt – einfach mal zur Ruhe zu kommen? Das tut sicher religionsfernen und religiösen Menschen gleichermaßen gut!

  5. Matthias Claudius an Christentumskritiker:

    Sitze nicht, wo die Spötter sitzen, denn sie sind die elendsten unter allen Kreaturen.

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